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Die Insel der Gefühle

Vor ganz langer Zeit existierte eine wunderschöne kleine Insel, auf der alle Gefühle der Menschen zu Hause waren:
Der Humor und die gute Laune, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und das Wissen und all die vielen anderen Gefühle.

Natürlich lebte auch die Liebe dort.

Eines Tages wurde den Gefühlen mitgeteilt, dass die Insel sinken würde.
Also machten alle ihre Schiffe startklar, um die Insel zu verlassen.
Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an ihrer Insel.

Bevor die Insel sank, bat die Liebe die anderen Gefühle um Hilfe:

Der Reichtum verließ auf einem luxuriösen Schiff die Insel.
Die Liebe fragte: "Reichtum, kannst du mich mitnehmen?"
"Nein, ich kann nicht.
Auf meinem Schiff habe ich viel Gold und Silber. Da ist kein Platz mehr für dich."

Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam.
"Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?"
"Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen", antwortete der Stolz, "hier ist alles perfekt und du könntest mein Schiff beschädigen".

Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit:
"Traurigkeit, bitte nimm mich mit."
"Oh Liebe", sagte die Traurigkeit, "ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss."

Auch die gute Laune fuhr los, aber sie war so zufrieden, dass sie nicht hörte, dass die Liebe sie rief.

Plötzlich rief eine Stimme:
"Komm Liebe, ich nehme dich mit".
Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie ganz und gar vergaß den Retter nach seinem Namen zu fragen.

Später fragte die Liebe das Wissen:
"Wissen, kannst du mir sagen, wer mir geholfen hat?"
"Ja", antwortete das Wissen, "es war die Zeit."
"Die Zeit?" fragte die Liebe, "Warum hat mir die Zeit geholfen?"
Und das Wissen antwortete:
"Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist."

 

Wie der Regenbogen entstand...

Vor langer Zeit begannen die Farben dieser Welt zu streiten.
Jede behauptete von sich, sie sei die Beste, die Wichtigste, die Nützlichste oder die Beliebteste.

GRÜN sagte:
"Natürlich bin ich die Wichtigste.
Ich bin das Symbol für Leben und Hoffnung.
Ich wurde auserwählt für alle Pflanzen, für das Gras, die Bäume und die Blätter.
Ohne mich würde alles sterben.
Schaut euch nur in der Landschaft um und ihr werdet erkennen, das ich recht habe."

BLAU unterbrach:
"Du denkst nur an die Erde, aber betrachte doch den Himmel und das Meer. Es ist das Wasser, das die Basis für alles Leben darstellt und aus den Tiefen des Meeres in die Wolken steigt.
Der Himmel gibt, in seiner Unendlichkeit, Raum für Frieden.
Ohne Frieden wäret ihr sehr viel ärmer."

Da erhob sich PURPUR zu ihrer vollen Größe und sprach:
"Ich bin die Farbe der Macht.
Fürsten, Könige, Häuptlinge und Bischöfe haben meine Farbe gewählt, weil ich das Symbol für Autorität und Weisheit bin.
Niemand zweifelt an mir, man hört zu und gehorcht."

GELB lachte in sich hinein:
"Ihr seid alle so ernst.
Ich bringe Lachen, Fröhlichkeit und Wärme in die Welt.
Die Sonne ist gelb, der Mond ist gelb, die Sterne sind gelb und eine Sonnenblume bringt die Welt zum Lächeln.
Ohne mich gäbe es keine Freude."

Als nächste begann ORANGE ihr Lob zu singen:
"Ich bin die Farbe der Gesundheit und der Erneuerung.
Ich mag rar sein, aber kostbar, denn ich diene den Bedürfnissen menschlichen Lebens.
Ich überbringe die wichtigsten Vitamine, denkt nur an all die Früchte dieser Welt.
Ich bin nicht ständig da und überall, aber wenn ich den Himmel zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang einfärbe, ist meine Schönheit so eindrucksvoll, dass niemand einen Gedanken an euch verschwenden wird."

Schließlich sprach INDIGO, viel leiser, als all die anderen, aber bestimmt:
"Denkt an mich. Ich bin die Farbe der Stille. Ihr nehmt mich kaum wahr, aber ohne mich würdet ihr alle oberflächlich sein.
Ich repräsentiere Gedanken, Ideen und Betrachtungen, auch Zwischentöne.
Ihr braucht mich für das Gleichgewicht und den Kontrast im Leben.
Für den Glauben, die stillen Momente und den inneren Frieden."

ROT konnte sich nicht länger zurückhalten und rief:
"Ich bin der Herrscher über alles. Ich bin das Blut und das Leben. Ich bin die Farbe der Gefahr und der Tapferkeit. Ich bin das Feuer.
Aber ich bin auch die Farbe der Leidenschaft und der Liebe, der Rose und der Mohnblume. Ohne mich wäre die Erde so trist, wie der Mond."

Und so fuhren die Farben fort zu prahlen, jede von ihrer eigenen Erhabenheit überzeugt.
Ihr Streit wurde immer lauter.
Plötzlich war da ein heller Blitz und grollender Donner.
Regen prasselte schonungslos auf sie nieder.
Die Farben drückten sich voller Furcht aneinander, um sich zu schützen.

Der REGEN wandte sich nun an die still gewordenen Farben und sah dabei jede einzelne an:
"Ihr dummen Farben streitet untereinander und versucht den anderen zu übertrumpfen.
Wisst ihr nicht, dass jede von euch für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen wurde?
Jede Farbe ist einzigartig auf dieser Welt und etwas ganz besonderes.
Reicht euch die Hände und kommt zu mir."

Sie taten, wie ihnen geheißen.
Sie kamen zusammen und reichten sich die Hände. Der Regen fuhr fort:
"Von nun an, wenn es regnet, erstreckt sich jede von euch in einem Bogen über den Himmel, um daran zu erinnern, dass ihr alle in Frieden miteinander leben könnt.
Der Regenbogen ist ein Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung."

Freundschaft ist wie ein Regenbogen -
Rot wie ein Apfel und süß bis ins Innerste.
Orange, wie eine brennende Flamme, die niemals verlöscht.
Gelb, wie die Sonne, die deinen Tag erhellt.
Grün, wie eine Pflanze, die nicht aufhört zu wachsen.
Blau, wie das Wasser, das so rein ist.
Purpur, wie eine Blume, die erblüht und Indigo, wie die Träume, die dein Herz erfüllen.
Möget ihr Freundschaften finden, die dem Regenbogen entsprechen
.

Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam.
Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter.
Sie konnte nicht viel erkennen.
Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos.
Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf.
"Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich!
Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir?
Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich.....ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr.
"Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf.
"Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief.
Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen?
Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag.
Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen.
Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück.
Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."
Die Traurigkeit schluckte schwer.
"Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen.
Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot.
Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht.
Und dann bekommen sie Herzschmerzen.
Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen.
Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken.
Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen.
Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe.
Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
"Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen.
Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen.
Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.
Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen.
Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe.
Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben.
Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."
Die Traurigkeit schwieg.
Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme.
Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst.
Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen.
Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber...aber - wer bist eigentlich du?"
"Ich?"
sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.
"Ich bin die Hoffnung."

 

Humor ist...wenn man trotzdem lacht

Der Mann und der Lampengeist

Ein Mann geht an einem kalifornischen Strand spazieren und stolpert über eine alte Lampe.
Er hebt sie auf und reibt an ihr,
und schon kommt ein Geist heraus.

Der Geist sagt:
"OK, OK, Du hast mich aus der Lampe befreit, blablabla.
Das ist schon das vierte Mal in diesem Monat,
und mir wird diese ewige Wünscherei so langsam leid,
also vergiß das mit den drei Wünschen, Du hast nur einen Wunsch frei!"

Der Mann setzte sich und dachte eine Weile nach, dann sagte er:
"Ich wollte schon immer mal nach Hawaii,
aber ich habe Angst zu fliegen,
und ich werde schnell seekrank.
Könntest Du mir eine Brücke nach Hawaii bauen, damit ich dort hinfahren kann?"

Der Geist lachte und sagte:
"Das ist doch unmöglich.
Denk' doch mal an den Aufwand!
Wie könnten die Säulen bis auf den Boden des Pazifiks gebaut werden?
Denk' an die Mengen von Stahl und Beton! -
Nein! Denk' Dir was anderes aus!"

Der Mann sagte "OK" und versuchte sich einen wirklich guten Wunsch auszudenken.
Schließlich sagte er:
"Ich habe nie die Frauen verstanden,
...nie gewußt, wie sie in ihrem Inneren fühlen und was sie denken, wenn sie schweigen,
... nie gewußt, warum sie weinen,
...nie gewußt, was sie wollen, wenn sie "ach nichts!" sagen,
... nie gewußt, wie ich sie wirklich glücklich machen kann ...
Mein Wunsch ist also, die Frauen verstehen zu können!"

Der Geist schaute den Mann etwa eine Minute lang an, dann erwiderte er:
"Willst Du diese Brücke zwei- oder vierspurig?"

Die Methoden der Frauen

Eine Gruppe von Frauen und eine Gruppe von Männern fahren mit dem Zug zu einer Tagung.

Jeder der Männer besitzt eine Fahrkarte.

Die ganze Gruppe der Frauen hat aber nur eine einzige Karte gelöst.
Die Männern schütteln darüber nur den Kopf und freuen sich insgeheim darauf,
dass die arroganten Frauen mal eins auf die Mütze bekommen.

Plötzlich ruft eine der Frauen:
"Der Schaffner kommt!"
Daraufhin springen alle Frauen auf und zwängen sich in eine Toilette.

Der Schaffner kontrolliert die Männer.
Als er sieht, dass das WC besetzt ist, klopft er an die Tür:
"Die Fahrkarte bitte!"
Eine der Frauen schiebt die Fahrkarte unter der Tür durch, der Schaffner zieht zufrieden ab.

Auf der Rückfahrt beschließen die Männer,
den selben Trick anzuwenden.
Sie kaufen nur eine Karte für die ganze Gruppe und sind sehr verwundert, als sie merken,
dass die Frauen diesmal überhaupt keine Fahrkarte haben.

Nach einiger Zeit ruft wieder eine der Frauen:
"Der Schaffner kommt!"
Sofort stürzen die Männer in eine der Toiletten und schließen sich ein.

Die Frauen machen sich etwas gemächlicher auf den Weg zum anderen WC.
Bevor die letzte Frau die Toilette betritt, klopft sie bei den Männern an:
"Die Fahrkarte bitte!"

Und die Moral von der Geschichte?
Männer wenden zwar gern die Methoden der Frauen an,
aber sie verstehen sie nicht wirklich!

Pizza, Party und eine Mondscheinfahrt
Jenny war so glücklich über das Haus, das sie gefunden hatten. Zum erstenmal in ihrem Leben, war es auf der richtigen Seite der Stadt. Während sie die neuen Vorhänge im Wind beobachtete, packte sie ihre Tasche mit großer Leichtigkeit aus. Wie wundervoll was es doch, einen eigenen Raum zu haben, die Schule würde anfangen- sie würde bald Freunde haben- es würde Einladungen und Partys geben; sie war so glücklich:
Dies war genau die Art,wie sie zu leben wünschte. Am ersten Tag in der Schule lief alles großartig. Sie lernte neue Freunde kennen und hatte sogar schon eine Verabredung. Sie dachte sich: ’’Ich möchte gern beliebt sein, und ich bin auf dem besten Wege dazu, denn ich habe soeben eine Verabredung mit dem Star der schule getroffen.’’ Um an dieser Schule ’’WER’’ zu sein, muss man sich durchsetzen und die Verabredung mit dem Anführer würde ihr sicher dazu verhelfen. Es gab nur ein Problem, dass ihr Vorhaben verhindern könnte: Ihre Eltern hatten gesagt, dass sie noch zu jung für Rendezvous sei.’ „Nun gut, ich werde ihnen nur die halbe Wahrheit sagen, den Unterschied würden sie nicht merken. Was gib’s da zu verlieren?’’ Jenny fragt also, ob sie die Nacht bei ihren Freunden verbringen dürfte. Ihre Eltern runzelten zwar die Stirn, stimmten aber zu. Aufgeregt machte sie sich für das große Ereignis zurecht. Aber während sie so sinnlos umherhetzte, begann sie sich wegen all dieser Lügen schuldig zu fühlen. Aber was ist das alles gegen Pizza, Party und Mondscheintrip??? Nun gut, die Pizza war gut- und die Party großartig, aber die Fahrt im Mondschein müsste wohl warten, weil Jeff zu diesem Zeitpunkt halb betrunken war. Aber er küsste sie und sagte ihr, dass er sich wohlfühle. Danach füllte sich der Raum mit Rauch und Jeff rauchte einen gewaltigen Zug. Jenny wollte nicht glauben, dass er dieses Zeug rauchte. Dann endlich war Jeff bereit aufzubrechen, aber erst nachdem er noch einen Joint geraucht hatte. Nicht bedenkend, dass Jeff zu betrunken zum fahren war, sprangen sie ins Auto- Auf zum Mondscheintrip! Schließlich machten sie halt und Jeff fing an sie anzumachen. Ein...ist nicht gerade das, was Jenny überhaupt wollte. Vielleicht hatten meine Eltern doch recht, vielleicht bin ich wirklich zu jung- meine Güte, wie konnte ich jemals so bescheuert sein? Mit all ihrer Kraft schubste sie Jeff weg. ’’Bitte bring mich nach Hause, ich möchte nicht hier bleiben.’’ Jeff startete den Motor und gab Gas. In Bruchteilen von Sekunden waren sie zu schnell. Jenny wusste, dass ihr Leben in Gefahr war, da Jeff in einem Anfall wilder Wut fuhr. Sie bat und bettelte, er möge langsamer fahren, aber als sie auf die Stadt zukamen, wurde er noch schneller. „Lass mich nach Hause! -Ich werde gestehen, dass ich log. Ich wollte wirklich nur eine Mondscheinfahrt.’’ Dann ganz plötzlich sah sie einen großen Blitz. ’’Oh Gott, bitte hilf uns- wir werden verunglücken.’’ An die Wucht des Aufpralls konnte sie sich nicht erinnern- alles um sie herum wurde ganz plötzlich schwarz. Sie spürte wie sich jemand dem Durcheinander (Trümmern) näherte und hörte: ’’Ruft einen Krankenwagen- diese Kids sind in Schwierigkeiten!’’ Sie hörte Stimmen, bestenfalls Wortfetzen, aber sie wusste, das zwei Autos an dem Unfall beteiligt waren. Sie würde sich wundern, wenn Jeff in Ordnung wäre und wenn die Leute im anderen Auto noch leben würden. Sie erwachte im Krankenhaus- umgeben von sehr traurigen Gesichtern. ’’Du warst in einem Wrack und es sieht gar nicht gut aus.’ ’Diese Stimmen hallten in ihrem Kopf wieder, als man ihr sanft klarmachte, das Jeff tot sei. Sie sagten: „Jenny, wir haben es getan, was wir konnten, aber es sieht ganz so aus, als ob wir dich auch verlieren würden.’’ „Aber die Leute in dem anderen Auto?“ schrie Jenny. „Wir bedauern Jenny, sie sind verstorben.’’ Jenny betete ’’Gott, vergib mir, was ich getan habe. Ich wollte nur eine Nacht lang Spaß haben. Sagen sie der Familie von den Leuten, dass ich ihr Leben ausgelöscht habe und ich wünschte mir, ich könnte sie ihren Familien zurückgeben. Sagen sie Mama und Papa, dass es mir leid tut, gelogen zu haben, und das es meine Schuld ist, dass so viele gestorben sind. Oh Schwester, wollen Sie es ihnen bitte von mir sagen? Aber die Schwester stand nur da- sie nickte nicht. Aber sie nahm Jennys Hand mit Tränen in den Augen und wenig später starb Jenny. Einer fragte die Krankenschwester „Warum haben Sie nicht ihr Bestes getan um den Mädchen seine letzte Bitte zu erfüllen?’’
Sie sah den Mann mit ganz traurigen Augen an: „Weil die Leute in dem anderen Auto ihre Mama und ihr Papa waren.’’

Diese Geschichte ist Traurig und unerfreulich, aber wahr.

 

Ein Mädchen freute sich schon riesig auf ihren Sommerurlaub in Spanien. Dort angekommen genoss sie eine tolle Zeit. Sie lernte sogar einen netten Typen kennen, mit dem sie gleich zusammenkam. Eines Abends lagen die beiden am Strand und küssten sich leidenschaftlich. Doch es blieb nicht nur beim Küssen. Der Typ wollte unbedingt mit ihr schlafen. Nach langem hin und her war sie auch einverstanden damit und zog ein Kondom aus der Tasche. Doch der Junge weigerte sich dies zu benutzen, so verbrachten sie eine wunderschöne Liebesnacht am Strand, jedoch ohne Verhütungsmittel. Am nächsten Tag war es dann soweit und das Mädchen musste ihre Ferienliebe verlassen. Sie küssten sich noch innig und verabschiedeten sich. Kurz vor Abfahrt flüsterte der Typ dem Mädchen noch ins Ohr wie verliebt er sei, und wie schön diese Liebesnacht war. Dann gab er ihr noch ein kleines Päckchen, auf dem stand: Erst im Flugzeug öffnen! Sie fiel ihm in die Arme und wollte nicht mehr loslassen, doch wie es das Schicksal so wollte fuhr sie mit ihren Eltern gemeinsam - und ohne ihren Lover- zum Flughafen. Sie war mächtig gespannt was nun in dem Päckchen sei und konnte den Abflug gar nicht mehr erwarten. Sie malte sich die wunderschönsten Dinge aus. Und als es dann endlich soweit war und sie das schöne Geschenkpapier aufriss, das Päckchen öffnete, kam der Schock: Drinnen lag eine grauenhafte tote Ratte und ein kleiner Zettel , auf dem stand:
WELCOME TO THE AIDS-CLUB!

Liebe Mami,
jetzt bin ich im Himmel und sitze auf Jesu Schoß. Er liebt mich und ist mir ganz nah. Ich wäre so gerne Dein kleines Mädchen gewesen und verstehe eigentlich nicht so richtig, was passiert ist.
Ich war so aufgeregt, als ich feststellte, dass
Ich ich zu existieren begann. Ich befand mich in einem dunkeln, aber wohligen Raum. Ich merkte, dass ich Finger und Zehen hatte. Ich war schon ziemlich weit entwickelt, wenn auch noch nicht bereit, meine Umgebung zu verlassen. Die meiste Zeit verbrachte ich damit, nachzudenken und
zu schlafen. Schon zu Anfang an fühlte ich mich ganz tief mit Dir verbunden.
Manchmal hörte ich Dich weinen und habe mit Dir geweint. Manchmal hast Du geschrieen oder
sehr laut gesprochen und dann geweint. Und ich hörte, wie Papa zurückschrie. Ich war traurig und hoffte, es würde Dir bald besser gehen. Ich habe mich gefragt
, warum Du wohl soviel weinen musstest. einmal hast du den ganzen Tag geweint. Es tat mir in der Seele weh. Ich konnte mir nicht vorstellen, was Dich so unglücklich machte.
An genau diesem Tag passierte etwas ganz schreckliches. Ein gemeines Monster kam in diesen warmen, bequemen Ort, an dem ich mich befand. Ich hatte schreckliche Angst und begann zu schreien, aber es kam kein Laut über meine Lippen. Das Monster kam immer näher und näher und ich schrie immer wieder:" Mami, Mami, hilf mir bitte, hilf mir!"
Entsetzliche Angst war alles, was ich fühlte. Ich schrie und schrie bis ich nicht mehr konnte. Dann riss das Monster mir den Arm aus. Es tat so weh, ein unbeschreiblicher Schmerz. Und es hörte gar nicht auf. Oh wie ich bettelte, es möge aufhören! Voller Entsetzen schrie ich, als das unerbittliche Monster mir ein Bein ausriss. Trotz unsäglicher Schmerzen wusste ich, dass ich im Sterben lag. Ich wusste, dass ich nie Dein Gesicht sehen oder von Dir hören würde, wie sehr Du mich liebst. Ich wollte alle Deine Tränen versiegen lassen und hatte so viele Pläne, Dich glücklich zu machen- nun konnte ich das nicht mehr, meine Träume wurden zerschlagen.
Obwohl ich schreckliche Schmerzen und Angst hatte, spürte ich vor allem mein Herz brechen. Mehr als alles andere wollte ich Deine Tochter sein. Doch nun war es vergebens, denn ich starb einen qualvollen Tod. Ich konnte nur ahnen, was für schlimme Dinge sie Dir angetan hatten.
Bevor ich ging, wollte ich
Dir sagen, dass ich Dich liebe, aber ich kannte die Worte nicht, die Du verstehen konntest. Und bald darauf hatte ich auch nicht mehr den Atem , um sie auszusprechen,. Ich war tot. Ich fühlte, wie ich in die Höhe stieg. Ich wurde von einem riesigen Engel zu einem großen, wunderschönen Ort hinaufgetragen. Ich weinte noch immer, aber der körperliche Schmerz war verschwunden. Der Engel brachte mich zu Jesus und setzte mich auf seinen Schoß. Jesus sagte mir, dass er mich liebt und dass Gott mein Vater ist.
Da war ich glücklich. Ich frage ihn, was denn dieses Ding war, das mich getötet hatte. Er antwortete: "
Abtreibung. Es tut mir so leid, mein Kind, denn ich weiß, wie sich das anfühlt." Ich weiß nicht
was Abtreibung ist; vermutlich ist das der Name des Monsters.
Ich schreibe, um Dir
zu sagen, dass ich Dich liebe und wie gerne ich Dein kleines Mädchen gewesen wäre. Ich habe mit aller Kraft versucht, zu leben. Ich wollte leben. Den Willen hatte ich, aber ich konnte nicht, das Monster war zu stark.
Es war unmöglich zu leben. Ich wollte nur, dass Du weißt, dass ich es versucht habe, bei Dir zu bleiben. Ich wollte nicht sterben. Also, Mami, bitte hüte Dich vor diesem Monster Abtreibung. Mami, ich
liebe Dich und will auf keinen Fall, dass Du dieselben Schmerzen durchmachen musst, wie ich.
bitte pass auf Dich auf ! In Liebe,

Dein Baby.

Es war einmal...
...ein Junge, der krank geboren wurde. Seine Krankheit war unheilbar. Er war 17 Jahre alt und konnte jeden Augenblick sterben. Er lebte immer noch bei seiner Mutter und unter ihrer Aufsicht. Es war schwierig für ihn! Und so beschloss er, einmal raus zu gehen- nur ein einziges Mal. Er bat seine Mutter um Erlaubnis und sie gab sie ihm.
Während er so durch sein Stadtviertel schlenderte, sah er etliche Boutiquen. Als er vor ein Musikgeschäft kam und ins Schaufenster sah, bemerkte er ein sehr zartes Mädchen... Sie musste in seinem Alter sein. Es war Liebe auf den ersten Blick. Er öffnete die Tür und trat ein, indem er nur sie beachtete. Nach und nach näherte er sich der Theke, wo sich das Mädchen befand. Sie sah ihn an und fragte lächelnd : "Kann ich Dir helfen?" Er dachte, es sei das schönste Lächeln, was er in seinem ganzen Leben gesehen hatte und er hatte das Verlangen, sie im selben Moment zu küssen. Er sagte stotternd : "Ja, hmmmm.... ich würde gern eine CD kaufen." Ohne nachzudenken, nahm er die erste, die ihm in die Hände fiel und bezahlte. "Möchtest Du, dass ich sie Dir einpacke?" fragte das Mädchen- wieder lächelnd. Er nickte und sie ging in das Hinterzimmer der Boutique und kam mit dem eingepackten Paket zurück und gab es ihm. Er nahm es und ging aus dem Geschäft.
Er ging nach Hause und seit diesem Tag ging er tagtäglich in dieses Geschäft, um eine CD zu kaufen. Sie packte sie alle immer ein und er brachte sie nach Hause, um sie in seinem Schrank unterzubringen. Er war zu schüchtern, um sie zum Ausgehen einzuladen und selbst wenn er es versuchen wollte, brachte er es nicht über sich. Er schilderte dies seiner Mutter und sie ermutigte ihn, doch etwas zu unternehmen. Und so ging er den nächsten Tag mit Mut bewaffnet wieder in das Musikgescäft. Wie jeden Tag kaufte er eine CD und sie ging wie jedes Mal in die Hinterboutique, um es ihm einzupacken. Sie nahm also die CD und während sie sie ihmh einpackte, hinterließ er schnell seine Telefonnummer auf der Theke und verließ schnell das Geschäft.
Am nächsten Tag : *dringdring*! Seine Mutter nahm den Hörer ab : "Hallo?" Es war das Mädchen und wollte den Sohn sprechen. Die Mutter, untröstlich, begann zu weinen und sagte: "Was, Du weisst es nicht? Er ist gestern gestorben." Es gab eine lange Pause, außer dem Wehklagen der Mutter.
Später ging die Mutter in das Zimmer des Sohnes, um sich seiner zu erinnern. Sie beschloss, seine Kleidung durchzusehen und öffnete seinen Schrank. Wie sehr war sie überrascht, als ihr eine riesige Menge von CDs entgegenkam. Keine Einzige war geöffnet. Das alles machte sie sehr neugierig und sie konnte nicht wiederstehen: Sie nahm eine CD, setzte sich auf das Bett und öffnete sie. Als sie dies tat, fiel ein kleiner Zettel aus dem Paket. Die Mutter nahm es auf, und las: "Hallo!!! Du bist super süss, möchtest Du mit mir ausgehen? Hab Dich lieb.....Sofia"! Sehr gerührt, nahm die Mutter eine andere CD, noch eine andere und so weiter. In mehreren befanden sich kleine Zettel und auf jedem stand das Gleiche.....
Moral:
So ist das Leben- warte nicht zu lange um jemandem, der für Dich außergewöhnlich ist, zu sagen was Du fühlst. Sag es heute. Morgen kann es schon zu spät sein...

Tagebuch eines ungeboren Kindes

5. Oktober: Heute begann mein Leben. Meine Eltern wissen es noch nicht, aber ich bin schon da. Ich werde ein Mädchen sein – mit blonden Haaren und blauen Augen. Alle meine Anlagen sind schon festgelegt, auch dass ich eine Schwäche für Blumen haben werde.

19. Oktober: Manche sagen, ich sei noch gar keine richtige Person, sondern nur meine Mutter existiere. Aber ich bin eine richtige Person, genauso wie ein kleiner Brotkrumen eben Brot ist. Meine Mutter existiert. Ich auch.

23. Oktober: Jetzt öffnet sich schon mein Mund. Denke nur, in einem Jahr werde ich lachen und später sprechen. Ich weiß, was mein erstes Wort sein wird: MAMA.

25. Oktober: Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen. Von jetzt an wird es für den Rest meines Lebens schlagen, ohne innezuhalten, etwa um auszuruhen. Und nach vielen Jahren wird es einmal ermüden. Es wird stillstehen, und dann werde ich sterben.

2. November: Jeden Tag wachse ich etwas. Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an. Aber es wird noch lange dauern, bis ich mich auf diese kleinen Beine stellen und in die Arme meiner Mutter laufen kann und bis ich mit diesen kleinen Armen pflücken und meinen Vater umarmen kann.

12. November: An meinen Händen bilden sich kleine Finger. Wie klein sie sind! Ich werde einmal meiner Mutter übers Haar streicheln können.

20. November: Erst heute hat der Arzt meiner Mutter gesagt, dass ich hier unter ihrem Herzen lebe. O wie glücklich sie doch sein muss! Bist du glücklich, Mama?

25. November: Mama und Papa denken sich jetzt wahrscheinlich einen Namen für mich aus. Aber die wissen ja gar nicht, dass ich ein kleines Mädchen bin. Ich möchte gerne Susi heißen. Ach, ich bin schon so groß geworden!

10. Dezember: Ich kann schon bald sehen. Es ist dunkel um mich herum. Wenn Mama mich zur Welt bringt, werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen. Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen. Wie siehst du wohl aus, Mama?

24. Dezeber: Ob Mama wohl die Flüstertöne meines Herzens hört? Manche Kinder kommen etwas kränklicher zur Welt. Aber mein Herz ist stark und gesund. Es schlägt so gleichmäßig: bum-bum, bum-bum. Mama, du wirst eine gesunde kleine Tochter haben!

28. Dezember: Heute hat Mama mich umgebracht.

Nie wird jemand das Tapsen der kleinen Füße hören!

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Verängstigt, voller Scham und Angst sitz ich in der Ecke, mache mich ganz klein, mich darf doch keiner sehen. Drücke die Hand von meinem Zwillingsbruder ganz doll, zu doll, es tut ihm sicher weh. Doch er sagt nichts, lässt mich nicht los, lässt mich nicht allein. Er will mich beschützen, doch kann er es nicht, ist doch noch viel zu klein, grad erst vier, und doch schon so ernst, so schweigsam, so traurig. Er kann nix machen, genauso wenig wie ich. Ich muss weinen, er sieht mich an, "Nicht weinen!" sagt er und doch laufen ihm selbst die Tränen übers Gesicht. Kann nix machen, hilflos, machtlos, zu klein! Die Tür geht auf, er ist da, Papi ist zu Hause. Hab Angst! Drücke die Hand fester zu, darf das nicht zu doll, es tut ihm doch weh, lasse etwas locker. Bitte nicht, bitte, bitte nicht, geht es mir immer wieder durch den Kopf. Doch es ist sinnlos, es wird passieren, wieder passieren, so wie jeden Tag, Er ist da. Gleich kommt er! BITTE NICHT!!! Doch er kommt. "Hier seit ihr ja!" er lächelt, ich hab Angst! "Komm mein Engelchen, komm zu Papi!" Hab solche Angst! Er hebt mich hoch, hebt mich einfach hoch, will das doch nicht. Lasse meinen Bruder nicht los, klammere mich an ihm fest. Bitte nicht loslassen, lass mich nicht allein. Er kann sie lesen, meine Gedanken, ich weiß es genau. und er lässt nicht los, seine kleine Hand umklammert meine ganz fest. Nicht loslassen! Doch Papa ist stärker er zerschlägt unsere Hände, ich will sie wieder greifen, lass mich nicht allein, bitte! Ich weine, schreie, will nicht! Er weint auch, guckt mir nach, uns nach, Papa und mir. Er zittert, er weint, er schreit meinen Namen. Schreit Papa an! Was sagt er? Ich verstehe es nicht, ich höre seine Worte nicht, er bewegt doch seine Lippen, warum höre ich seine Worte nicht??? Was sagt er, will wissen was er sagt! Sehe ihn nicht mehr, die Tür geht zu, hinter, mir, hinter uns. Bin ja auf Papas Arm. Wir gehen ins Schlafzimmer, will nicht! BITTE! Hab Angst, er lächelt. Freut sich, es macht ihm Spaß. "Nicht weinen, Engel" sagt er "Bin doch jetzt bei dir, bin doch lieb zu dir, sei du doch auch lieb zu mir!" Kann nichts machen, kann mich nicht wehren. Er streichelt mich, will das nicht, nicht an diesen Stellen, warum streichelt er mich da? "Nein!" flüstere ich immer wieder. Kann nix machen, bin doch so klein, zu klein. Muss lieb sein, sein Engel sein, hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi! Er küsst mich, überall, will das nicht, nicht an diesen Stellen. Weine, sie tun weh, die Tränen, sie brennen wie Feuer. Warum da? Warum an diesen Stellen? Muss ihn auch küssen, warum? Will das nicht! Muss ihn küssen, überall! "Komm, sei mein Engelchen, sei lieb zu Papi!" Will lieb sein, will sein Engel sein, hab ihn doch lieb, er hat mich doch auch lieb, oder!?! Ja, ist doch mein Papi. Jetzt legt er sich auf mich, er ist schwer, so schwer. Er wiegt so viel, kriege keine Luft. Gleich passiert es wieder, gleich tut es weh, nein, will das nicht. Es tut so weh. Es macht ihm Spaß, er mag es, es gefällt ihm. Er küsst mich, immer wieder. Auf und ab, wie bei "Hoppe-Hoppe Reiter". Ich mochte dieses Spiel, früher, als er das noch nicht machte, ja da mochte ich es, jetzt nicht mehr, jetzt hasse ich dieses Spiel, mag es nicht mehr spielen auch nicht im Kindergarten. Er macht komische Geräusche, es tut so weh. Es wird immer doller, immer schneller. Bald ist es vorbei. Wo ist Danny? Will zu meinem Bruder. "DANNY!" schreie ich in Gedanken, er hört es, ich weiß es genau, kann seine Gedanken lesen. Was ist nur los? Sehe mich, nein uns Papi und mich, von oben. Es sieht komisch aus. Es passt nicht zusammen. Er ist viel zu groß, ich bin zu klein, es passt nicht zusammen. Er macht komische Bewegungen. Seine Augen, er sieht glücklich aus. Will tot sein, so wie Putzi unser Wellensittich, der schläft jetzt auch, für immer. Will auch schlafen, für immer, nie wieder aufwachen, tot sein. Aber er ist glücklich, er ist froh. Papa macht es Spaß, muss lieb sein! Und dann, dann stöhnt er ganz laut. Es ist vorbei. Es tut so weh! Er gibt mir noch einen Kuss "Warst ein lieber Engel, der liebste Engel den es gibt!" flüstert er mir zu. Es tut so weh. Es blutet, ich blute! Warum? Was ist passiert? Verstehe es nicht! Warum??? Ich mag es nicht, will das doch nicht. Hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi! "Es ist normal." hat er gesagt, immer wieder, es ist normal. Glaube ihn, er ist ja groß, ist erwachsen. Erwachsene haben immer Recht, bin doch nur ein Kind. Hab Miriam im Kindergarten gefragt, sie hat gesagt, ihr Papa macht es auch mit ihr. Aber es tut so weh, es blutet. Frage mich immer wieder, warum? Wo ist Mama, warum macht sie nichts dagegen? Sie weiß es doch! Sie hat uns doch gesehen, als er, als wir! Beim letzten mal. Sie hat nichts gemacht, nur geguckt. Nichts gesagt, stand nur in der Tür. Er hat sie angeschrieen, warum schreit mein Papa meine Mama an? Dann ist sie gegangen, hat nichts gesagt, nie. Kein Wort, nur, das ich nichts sagen darf, Niemandem, niemals! "Es ist normal." hat sie gesagt. Muss das glauben, will ja lieb sein, ein Engel sein! Laufe zu Danny, er hält mich fest! "Hast du Aua?" fragen seine Gedanken, ich muss weinen! Er hat auch Aua! Er spürt das Selbe wie ich, jedes mal. Spürt immer wenn ich Aua habe, genauso doll wie ich. Er nimmt mich in seine Arme, seine kleinen Arme, sind doch noch so klein, so schlafen wir ein, Arm in Arm in der Ecke, ganz allein, wo ist Mami? Frage mich immer und immer wieder "Papi, warum? hab dich doch so lieb, will doch dein Engel sein, Papi warum? WARUM?" Will tot sein, wie Putzi, für immer schlafen, wie Putzi, tot sein....

Warum, warum nur? Warum.....

Der Junge in der Bahn hatte solch verkrustete und aufgeplatzte Lippen, dass man hätte denken können, er habe sie 10 Tage in einen Salzsack gehängt.

In Wirklichkeit stand dahinter eine tolle Idee.
Jedes Mädchen wollte diese Lippen einmal berühren, nur um zu wissen, wie es ist.

Seine Augen waren so zugefallen und müde, wie die eines Huhnes. Er sah schwach aus.
Wenn er nicht noch lebte, hätte ich ihm diese Geschichte an seinen Fuß gebunden:

Er war ein Junge, dessen Eltern es um 20:00 Uhr getrieben haben, um die Nachrichten zu verpassen, weil sie meinten "Der Staat klaut unser Geld". Sie wussten nicht, dass der Staat sie waren und dass diese Aussage sie selbst verurteilte.
Deshalb trieben sie es um 20:00 Uhr. Die Apotheke war Schuld gewesen, sie hatte der Mutter nicht erzählt, dass sich Pille und Antibiotika nicht vertragen.
Aber dann kam es schon. Dieses kleine Kind. Bei dem Jungen war es wie bei einem Kuscheltier, dem man eigentlich keinem Namen gibt, sich aber, wenn man gefragt wird wie es denn heiße, schnell einen Namen ausdenkt. Das tat die Mutter auch, und so kam der Junge zu dem Namen Alef. Es ist nicht so, dass der Name die Mutter an ihre Jugend erinnerte, es fiel ihr einfach ein.

Sein erstes Wort war "Kuchen".
Die Mutter erkannte diese Besonderheit und schrieb es sogar in ihr rotes Buch. Dieses wurde allerdings schon ein Jahr später verbrannt, weil das Holz so teuer war in diesem kalten Winter.
Solch ein Winter wiederholte sich nochmals als Alef 7 war. Damals wollte er in eine Pfütze springen, sah nicht, dass sie zugefroren waren und viel auf den Rücken.
Durch diesen Vorfall begleitete ihn noch bis heute ein Hinken.

Als die Mutter von dem Krankenhausaufenthalt ihres Sohnes erfuhr, schaute sie erst noch die Sendug fertig, in der eine Frau in einem dicken Pelzmantel vor einer Leinwand mit einem Aufdruck von verschneiten Bergen und einer Bergkirche Volkslieder sang. Dann fuhr sie los.

Alef musste die 8. Klasse wiederholen, weil er nicht damit klar kam, dass seine Mutter, die er immer Mutter nannte, sehr schwanger wurde von dem Nachbarn Herrn Klaus. Alef ging immer für 5 Mark für ihn einkaufen, dann musste er seine Dienste für umsonst fortsetzen.

Er fiel nicht oft den Mädchen auf. Einmal saß er einem Mädchen im Zug gegenüber. Er konnte sich an ihre ungewöhnlichen Schuhe erinnern und daran, dass sie krampfhaft versuchte traurig auszusehen. Mehr war es nicht.

Er bekam sein Abitur nur durch große Anstrengungen und einen Spicker auf seinem Oberschenkel. Noch damals hatte er seinen 4YOU Ranzen von der 5ten Klasse, dessen Schnallen immer klackerten, wenn er hinkte.

Das einzige was er konnte war Tischtennis spielen. Er konnte es wirklich gut und war besser als seine älteren Teamkollegen.

Eines Tages sollte er Abends spielen. Ersatz.
Aber dann klingelte das Telefon und kurz danach bekam er von Herrn Klaus ausgerichtet, dass man ihn doch nicht brauche.


An diesem Abend stellte Alef in seinem Zimmer auf seinem einsamen Holzbett fest, dass sein Leben nach verschimmelter Kohlsuppe stinkt.
Diese Tatsache ließ einen Strick an die Decke und um Alefs Hals legen und ihn von einem Stuhl springen.


Man brauchte ihn ja doch nicht.

Adam und Eva

Eines Tages im Garten Eden sagte Eva zu Gott:
"Gott, ich habe ein Problem!"
"Was ist das Problem, Eva?"
"Gott, ich weiß, dass Du mich erschaffen hast, mir diesen wunderschönen Garten und all diese fabelhaften Tiere und diese zum Totlachen komische Schlange zur Seite gestellt hast, aber ich bin einfach nicht glücklich."
"Warum bist Du nicht glücklich, Eva?" kam die Antwort von oben.
"Gott, ich bin einsam, und ich kann Äpfel einfach nicht mehr sehen."
"Na gut, Eva, in diesem Fall habe ich die Lösung für Dein Problem. Ich werde für Dich einen Mann erschaffen und ihn Dir zur Seite stellen."
"Was ist ein Mann, Gott?"
"Dieser Mann wird eine missratene Kreatur sein, mit vielen Fehlern und schlechten Charakterzügen. Er wird lügen, Dich betrügen und unglaublich eitel und eingebildet sein. Im Großen und Ganzen wird er Dir das Leben schwer machen. Aber er wird größer, stärker und schneller sein und er wird es lieben zu jagen und Dinge zu töten. Er wird dümmlich aussehen, wenn er erregt ist, aber da Du Dich ja beschwert hast, werde ich ihn derart beschaffen, dass er Deine körperlichen Bedürfnisse befriedigen wird. Er wird witzlos sein und solch kindische Dinge wie Kämpfen und einen Ball herumkicken über alles lieben. Er wird auch nicht viel Verstand haben, so dass er Deinen Rat brauchen wird, um vernünftig zu denken."
"Klingt ja umwerfend", sagte Eva und zog dabei eine Augenbraue ironisch hoch. "Wo ist der Haken, Gott?"
"Also... Du kannst ihn unter einer Bedingung haben."
"Welche Bedingung ist das, oh Gott?"
"Wie ich schon sagte, wird er stolz und arrogant sein und sich selbst stets am meisten bewundern... Du wirst ihn daher im Glauben lassen müssen, dass ich ihn zuerst geschaffen hätte.... Denk dran, das ist unser beider kleines Geheimnis... Du weisst schon, so von Frau zu Frau."


Außenseiterin

Einsam wandelst Du durch die Gänge.Doch dass war nicht immer so,ja einst warst Du beliebt und kein Außenseiter. Es war ein ganz normaler Montagmorgen,wie jeder andere davor auch.Du gehst zur Schule, bist unbeschwert, ja glücklich.Du ahnst nichts von dem was kommt.Deine Freundinnen sind schon schon alle da.Sie winken Dir zu, strahlen. Du winkst zurück und beginnst eine nach der anderen zu umarmen.Ach, was für ein schönes Gefühl. Ihr geht in die Klasse.Mathe ist angesagt.Ihr bekommt die Arbeit zurück,Du bist mal wieder die beste. Es ist dir fast schon peinlich, aber Du genießt es. Du hörst wie hinter dir jemand in Tränen ausbricht.Du drehst doch um, um zu sehen wer es ist. Ganz hinten,im letzten Teil es Klassenzimmers sitzt Sie.Du verstehst nicht, wie man wegen einer Note weinen kann.Findest es lächerlich, beginnst zu lachenund die anderen stimmen mit Dir ein.Den Schmerz den Sie fühlen muss, ist Dir egal.Sie ist Dir egal. Sie ist nicht so schön und angesagt wie Du.Eben eine Außenseiterin. Du fühlst dich als etwas besseres,denkst Du stehst über Ihr und machst Sie runter,genauso wie der Rest der Klasse auch.Es ist keiner da der Ihr hilft.Keiner der Sie verteidigt.Keiner der Sie tröstet, in den Arm nimmt,Ihr sagt Sie soll einfach nicht hinhören.Einmal hast Du die Narben an Ihrem Arm gesehen,Ihre kläglichen Schreie nach Hilfe.Dass war dass einzige Mal als Sie dir Leid tat.Doch schnell hattest Du es wieder vergessen. Vor einem Jahr hatte sie mal einen Freund gehabt. Sie begann wieder zu lachen,man spürte förmlich wie glücklich Sie war.Ja wie sehr Sie Ihn liebte. Doch es war nicht mehr als pure Illusion. Denn Er hatte sich nur aus einem einzigenGrund auf Sie eingelassenund dieser Grund war eine Nacht mit Dir. Sie fand es heraus,aber sie hasste dich nicht dafür,war nicht einmal sauer,sondern fand es einfach nur traurig. Sie hatte damals Dein Ego verletztund seit diesem Tag lässt Du keine Chance aus,sie fertig zu machen und die Klasse steht auch noch voll hinter Dir.Heute konntest Du es auch wieder nicht lassen.Sie sprang auf und rannte aus dem Klassenzimmer.Der Lehrer ermahnte Sie noch, sich wieder hinzusetzen,doch sie rannte einfach davon,denn Sie war am Ende.Du solltest Ihr folgen, Sie zurück bringen und so machtest Du dich,nach lautem Protest auf den Weg.Du suchtest die ganze Schule ab,ja sogar den Pausenhof, doch Du hast sie nicht gefunden.Du wolltest dich gerade auf den Rückweg machen,als Dir einfiel,dass Du noch ein Mädchenklo vergessen hattest. Sicher hatte Sie sich dort in einer Kabine eingeschlossenund verziert ihren Unterarm mit langen Strichen. Als Du eintrittst,spürst Du wie etwas unter deinem Schuh zerbricht. Der ganze Boden war übersät mit Scherben,von jenem Spiegel,welcher Dir vor kurzem noch dazu diente,Dein Make-up zu erneuern. Langsam bekamst Du es mit der Angst zu tun.Du riefst Ihren Namen doch es kamkeinerlei Reaktion.Die Panik stieg in Dir auf, es war ein scheiß Gefühl. Du arbeitest dich langsam von Kabine zu Kabine vor.Die Türen öffnest Du immer recht zögerlich, denn eigentlich ahnst Du was passiert ist. Du warst an der letzen Kabine angekommen.Der Weg hatte Dich eine ganze viertel Stunde gekostet. Die Angst wuchs ins Unermessliche.Du öffnest die letzte Tür und da lag Sie,Dir wurde schlagartig ganz anders,wie Du Sie da so sahst. Die ganze Kabine war mit Ihrem wunderschönen Blut verziert.An Ihrem Handgelenk befand sich eine große klaffende Wunde. Sie hatte sich das Leben genommen. Sie sah so wunderschön aus, wie sie da so lag. Weder Ihre Augen noch dass Gesichtwaren von Schmerz oder Angst gekennzeichnet. Manch einen würde es wundern,doch Sie lächelt, selbst Ihre Augen sahen glücklich aus,denn endlich war Sie frei. Du hattest zwar noch um Hilfe gerufen,doch es war zu spät. Sie war Tod. Die anderen gaben Dir die Schuld dafür.Keiner sprach je ein Wort mehr mit Dir. Und so nahmst du Ihre Rolle an,jene Rolle der Außenseiterin....

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Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz in der ganzen Stadt habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte lauter über sein schönes Herz. Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: "Dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines." Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren.
Aber sie passten nicht richtig aneinander und es gab einige ausgefranste Ecken. Genauer an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an: Wie kann er behaupten, dass sein Herz schöner sei als das des jungen Mannes, dachten sie? Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: "Du musst scherzen", sagte er. "Dein Herz mit meinem zu vergleichen." Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen. "Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen wollen.
Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau so sind, wie meine, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?" Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten, jungen und schönem Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen.





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